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Ausstellungssäle Bastion Kronprinz


VON LICHT UND DUNKEL
Bilder aus der Haft

Dauer: 11.2. bis 15.4.2012


Eintritt:    Über die Eintrittskarte der Zitadelle
Geöffnet:  Mo - So 10 bis 17 Uhr (auch alle Feiertage)

In Zusammenarbeit mit “Art and Prison e.V.”

Die Zitadelle präsentiert in Zusammenarbeit mit dem Verein „Kunst und Gefängnis“ (Art and Prison e.V. - Berlin) Bilder aus der Haft. Aus über 40 Ländern aller Kontinente wird hier erstmals eine Auswahl von Malerei, Zeichnungen und Skulpturen gezeigt, die Menschen „hinter Gittern“ gefertigt haben. Anlass dafür waren zwei internationale Kunstwettbewerbe, die der Verein „Art and Prison e.V.“ in den letzten Jahren für inhaftierte Menschen durchgeführt hat.
Der Verein verfolgt mit seinem Engagement gemeinnützige Ziele im Rahmen der Resozialisierung und Opferhilfe. Bei diesem Anliegen unterstützen ihn namhafte Künstlerinnen und Künstler auch außerhalb Deutschlands.

Die ausgestellten Werke spiegeln die Lebenswirklichkeit von Frauen, Jugendlichen und Männern im Gefängnis und erzählen jedes für sich eine Geschichte von menschlichen Abgründen, von Schuld und Strafe, von Angst und Einsamkeit, von Sehnsucht und Hoffnung, von „Licht und Dunkel“, was Thema des Kunstwettbewerbs 2011 gewesen ist. Die Arbeiten, die über Deutschland hinaus viel Aufmerksamkeit gefunden haben, bedeuten für die Betroffenen und für ihre Familien ein „Stück Freiheit“ hinter Gittern. Sie bleiben haften und sind persönliche Zeug- nisse dafür, dass die „Freiheit der Kunst“ auch dort das Menschliche und Zwischenmenschliche bewahren kann, wo es zu ersticken droht oder für tot erklärt wird.

Die Werke spiegeln die jeweilige gesellschaftliche Wirklichkeit ver- schiedener Länder und Kulturen. Das Gefängnis ist hier nicht das künstlerische Motiv, sondern der Ort, an dem Kunst entsteht. Die Bilder sprechen den Betrachter unmittelbar an und führen zu einer Auseinandersetzung mit den sozialen Fragen um die Integration und Ausgrenzung von Menschen, die „schuldig“ gesprochen wurden.

Von prominenter Seite wird das Projekt unterstützt durch die stellvertretende Vorsitzende des Deutschen Roten Kreuzes, Donata Schenck zu Schweinsberg sowie den Maler Michael Triegel, den Musiker Peter Bruns und den Schauspieler Michael Mendl, der als Mitglied der Jury auch bei der Werkauswahl geholfen hat. Weitere Jurymitglieder waren u.a. die Künstler Kani Alavi (Berlin), Renate Christin (Regensburg), Daniel Hauben (New York) und Sylvia Vander- meer (Wien) - außerdem der Kunsthistoriker Dr. Peter Lodermeyer (Bonn), der für den Katalog „Ein halber Quadratmeter Freiheit“, welcher anlässlich der Ausstellung erscheinen wird, die Einführung geschrieben hat. Beide Wettbewerbe kuratierte die Künstlerin Cornelia Harmel (Berlin).

Die Ausstellung wendet sich an jeden Kunstinteressierten sowie an Gruppen (Schulen, kommunale, kirchliche, gesellschaftliche und politische Institutionen), die über das kunstkritische Interesse hinaus die gesellschaftliche Relevanz erkennen wollen, die mit dieser Ausstellung von „Werken aus dem Strafvollzug“ deutlich wird.

Führungen werden durch Mitglieder von „Art and Prison e.V.“ nach Vereinbarung angeboten (Tel. 0172 543 55 73).

Peter Echtermeyer

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