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(1) Kommandantenhaus
In den repräsentativen Räumen des Kommandantenhauses ist die Geschichte der Burg und der Zitadelle anhand zahlreicher Objekte dargestellt. Modelle, Karten und Pläne, Gemälde und Fotografien, archäologische Fundstücke, Zinnfigurendioramen, Waffen und Helme zeigen das Leben in und mit der Festung im Laufe der Jahrhunderte. Sie verdeutlichen die architektonischen Veränderungen und erzählen von historischen Ereignissen, in denen die Zitadelle eine zentrale Rolle gespielt hat. Ein besonderer Bereich ist der Tierwelt gewidmet. Damit ist die Ausstellung ein idealer Ausgangspunkt für jede Zitadellen- erkundung, zumal alle Texte auch in Englisch zu lesen sind. Tafeln mit kindgerechten Beschreibungen machen den Besuch der Ausstellung zu einem Vergnügen für die ganze Familie. Durch das Komman- dantenhaus gelangt man zum Juliusturm.
Neuerwerbungen des Jahres: Wertvolle Exponate zur preußischen Geschichte des 18. Jahrhunderts - eine Spende der Senatorin a.D. Ingrid Stahmer aus der Sammlung ihres verstorbenen Mannes Günther Stahmer u.a. ein Porträt von Johann Albrecht von Barfus (um 1702), der von 1648 bis 1691 Gouverneur der Festung Spandau war, ein Walzenkrug mit Preußenadler (um 1735), eine Steinschlosspistole, ein Degen, Stiche, Zinnfiguren, Münzen und Medaillen.
(4) Foyer B: Archäologie in der Westkurtine
In der Westkurtine, hinter dem Palas gelegen, ist ein Ausstellungs- bereich entstanden, in dem die freiglegten Reste einer spätslawi- schen Befestigungsanlage aus dem 11. Jahrhundert sowie Funda- mente einer Ringmauer aus dem 15. Jahrhundert zu besichtigen sind. In Vitrinen werden die Bodenfunde aus den verschiedenen Burg- phasen präsentiert.
(11) Jüdische Grabsteine
Im linken Teil der Bastion Königin sind jüdische Grabsteine aus dem Mittelalter aufgestellt. Diese kulturhistorisch besonders wertvolle Fundgruppe besteht aus 75 Steinen, die in den letzten drei Jahr- zehnten bei Ausgrabungen aus den Fundamenten des Palas und des zu Beginn des 16. Jahrhunderts begonnenen Westbaus geborgen worden sind. Sie stammen aus den Jahren 1244 bis 1474, ihre Inschriften machen die Steine zu einer wichtigen Quelle für die Geschichte der Juden in unserer Region. Wie und wann die Grab- steine auf das Gelände der Zitadelle gelangt sind, ist nicht überliefert, wahrscheinlich jedoch in Gefolge der Vertreibung der Juden aus der Mark Brandenburg nach 1510.
Dieser Bereich der Zitadelle ist bei Führungen und auf Nachfrage info@zitadelle-spandau.de zugänglich.
(13) Stadtgeschichtliches Museum Spandau im Zeughaus
Das Stadtgeschichtliche Museum Spandau ist seit 1992 im Zeughaus der Zitadelle untergebracht. Der Schinkel-Schüler Carl Ferdinand Busse (1802-1868) hatte die Entwürfe für das von 1856 bis 1858 errichtete Gebäude erstellt. Im Erdgeschoss ist die Spandauer Geschichte in Grundzügen dargestellt: Naturraum und Besiedlung, Stadtentwicklung, Stadtherrschaft und Kommunalverwaltung, Hand- werk und Gewerbe, Militärproduktion und Industrialisierung sowie das kulturelle Leben sind die Themen. Im Obergeschoss finden jährlich wechselnde Ausstellungen zur Stadtgeschichte statt.
Neuerwerbung des Jahres 2005: Das Altstadtmodell des Stadtplanungsamtes, das den Zustand nach Abschluss der Altstadtsanierung festhält. Es ist im Obergeschoss des Zeughauses zu besichtigen.
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